Musik ist ein bestimmendes und verbindendes Element der gesamten menschlichen Kultur. Schon vor über 30.000 Jahren gab es Instrumente. Und dennoch scheint schon die Musik des letzten Jahrhunderts weit von uns entfernt zu sein. Aber was unterscheidet die Musik des letzten Jahrhunderts von der heutigen? Dies ist nicht allein eine Frage des Musikstils, sondern auch eine Frage nach der Wahrnehmung und Wertschätzung der Musik.
Kurzer Streifzug durch die Musikgeschichte
Das 19. Jahrhundert war zunächst geprägt von der Musik der Romantik. Die wesentlichen Eigenschaften dieser Musikrichtung sind die Betonung des emotionalen Ausdrucks aber auch der Loslösung von rein musikalischen Ideen. Die Größe des Orchesters wuchs im 19. Jahrhunderts ständig, um die Klänge zu immer feineren Annoncen zu führen. Außerdem wurde immer häufiger auf Elemente aus Literatur und Volksmusik zurückgegriffen. Für die Musik im 20. Jahrhundert war vor allem der Jazz prägend. Er bildete sich aus diversen Formen der afro-amerikanischen Volksmusik heraus. Die Wurzeln finden sich sowohl in Europa, als auch in Afrika. Es bildete sich zunächst eine Mischung aus den afrikanischen Traditionen und Ritualen, das erzählende Element ist Musik oder auch Rhythmen.
Technische Änderungen
Musik änderte sich nicht allein durch die Strömungen, sondern auch durch die technische Veränderungen. Das Aufnehmen von Musik machte diese unabhängig von den Künstlern. Bis zu diesem Zeitpunkt war Musik entweder selbst produziert oder wurde in Kirchen und Konzert der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit verbunden war auch eine größere Wertschätzung. Zum abendlichen Programm ging man ins Konzert um Musik zu hören. Mit den Tonträgern konnte man das Orchester auch im Wohnzimmer hören. Mit den mobilen Geräten sogar überall. Musik geriet in den Hintergrund. Man hörte nicht mehr primär Musik, sondern fing an Musik zum Arbeiten zu hören und bald schon um damit Filme zu untermalen. Musik hat heute viele Funktionen angenommen und selten nur aus Selbstzweck. Mit der Technik veränderten sich die Instrumente. Melodie wurde Untermalung und Rhythmus das Credo.
Musik heute
Wenn man heute von Musik spricht, dann geht es häufig um eine persönliche Einordnung. Leute, die eine bestimmte Richtung von Rock-Musik bevorzugen, gehören damit auch einer bestimmten sozialen Gruppe an. Leute, die klassische Musik bevorzugen einer ganz anderen. Musik bestimmt sich nach Genre und dem bestimmenden Label. Daneben wurde Musik allgegenwärtig. Der Wecker mag uns mit rhythmischer Trommelmusik wecken, das Handy mit einem klassischen Klavierstück, im Film wollen wir romantische und epochale Klänge und privat hören wir elektronische Musik. Immer wieder wird das exotische gewählt. Die südamerikanische Panflötenklänge oder indische Einflüsse begegnen uns an völlig unterschiedlichen Orten. Themenmusik soll uns emotional erfassen. Sowohl in Computerspielen, als auch in Filmen. Andere Rhythmen wirken auf uns entspannend. Musik ist hier Mittel zum Zweck.
Die Wahrnehmung
Wenn es also um die Frage, welche Unterschiede sich in der Musik zwischen heute und dem letzten Jahrhundert feststellen lassen, dann geht es mehr um die Wahrnehmung von Musik. Natürlich hat sich auch der Stil maßgeblich verändert und sehr verschiedene Richtungen entwickelt.
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